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Samstag, 8. Dezember 2012

You with feelings.

(Tagebuchmodus ein)

Hass: Ich hasse diese kleinen, hübschen, dünnen, zerbrechlichen, kaputten, halbtoten, süßen Französinnen und Engländerinnen, die mit ihrem komischen Akzent allen den Kopf verdrehen. Ich hasse sie dafür, dass sie morgens mühsam aufstehen, zum Bett tänzeln, sich vier Stücke greifen, unbeholfen anziehen, in den Spiegel schauen, die Schminke vom Vortag kaum wegwischen, die Haare zur Seite werfen, ihre Schuhe anziehen und losgehen. Diese Mädchen, die du vergötterst, die du hasst, weil sie so hübsch sind und dir sogar eingestehst, dass du sie nur aus Neid verachtest. Ich hab genug von diesem Unperfektionismus, bei dem die Haare perfekt zerrupft liegen, die Löcher in den Strümpfen perfekt platziert sind und die Kleider perfekt nicht zusammenpassen. Ich will wieder den Perfektionismus zurück, dieses Filmdiva/Topmodel/Superstar-Image. Da kam es mir wenigstens noch unerreichbar vor, jetzt fühle ich mich schlecht, weil ich sehe, dass es jeder kann. Oder ich will wie Peaches Geldof sein (...wieder eines dieser Mädchen.)

Beziehung: Cool. Cool, dass jetzt alle ihre langen (naja, "langen") Beziehungen beenden. Und meine steht erst grad so am Anfang. Endlich, bin nicht mehr ich beziehungsunfähig (Hurra, das klingt alles so böse, egoistisch und gemein, dass ich es wieder cool finde ).

Zitat des Tages: "Schlussendlich bin ich dann doch ganz gerne jung. Mann, weißt du, wir können uns noch aufregen - und alle schreien nur 'Pubertät!'. Wir können noch aus dem Club geworfen werden, im Bus rumschreien und um 5 nach Hause kommen - und es wird nur der Kopf über 'die heutige Jugend!' geschüttelt. Wir dürfen noch unverantwortlich handeln, Mist bauen und dann Mama anrufen - und keiner sagt was, sondern sieht es als logisch an, weil wir ja 'Teenies' sind."
(Weil mal jemand gefragt hat: Die schlauen Sätze stammen alle nicht von mir - wäre auch anmaßend sowas als "Zitat des Tages" hinzustellen - sie stammen meistens von meinen besten Freunde, die grad am Rumphilosophieren sind. Ja, die sind so schlau und philosophieren. In leicht angeheiterter Stimmung.)

Drum: Ich habe letztens 'ne kleine Theorie aufgestellt: Es gibt Fußballmädchen und Bandmädchen. Beide Spezien unterscheiden sich nur geringfügig: Fußballmädchen stehen urplötzlich total auf Fußball, lernen Abseitsregeln und frieren sich bei -5 Grad den Arsch ab. Nur damit Schatz bejubelt werden kann, wenn er mal Ballkontakt hat (...der dann auch meistens eher zufällig entsteht). Die Bandmädchen sind eigentlich gleich: Sie vergöttern von einem Tag auf den anderen die Band ihres Freundes, plötzlich steigen sie von House auf Metalcore um, stehen IMMER in der ersten Reihe und schubsen die anderen Bitches weg, "die, die so 'ne Mukke eh scheiße finden und nur wegen den Typen hier sind!" Unterschied? Keiner. Beide Parteien haben es sich in den Kopf gesetzt, dass ein Mann nur mit einer besonders verständnisvollen Frau im Rücken sein Ziel als Champions League - Spieler bzw. Rock am Ring - Opener erreichen kann.

(Tagebuchmodus aus)

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