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Montag, 27. Januar 2014

How many secrets can you keep?

(Achtung, Girlie Content ohne Sarkamus!)
Es gibt doch diese Fragebögen in den Freundschaftsbüchern aus der Grundschule. - "Deine Lieblingsmusik?"  - "Nou Äintschels", - "Was ich mal werden will:" - "Stuardes" etc. Eine damalige Grundschulfreundin hatte ein ganz besonderes Freundschaftsbuch, welches die Frage "Eigenschaften, die ich an Menschen nicht mag." beinhaltete. Ich habe damalS über diese Frage lange nachgedacht. Lügner mag keiner, aber Notlügen sind wohl das Laster eines jeden Menschen. Angeber sind auch anstrengend, sind aber eigentlich nicht verletzend. Ich schrieb dann damals "Eingebildete Menschen" hinein. Ich dachte zwar eher an Menschen, die arrogant sind, also herablassend gegenüber Menschen, die ihrer Meinung nach schlechter sind. Doch seit Samstag dürfte ich mich bei der ehemaligen Grundschulfreundin melden, ich müsste es ausbessern: Falsche Freunde. Ich bin nämlich durch Zufall auf das perfideste, intriganteste und manipulativste Lügennetz gestoßen, das die Welt je gesehen hat. Ich musste leider eine Person kennen lernen, die mich auf Händen trug - und mich 10 Minuten später komplett schlecht machte. Okay, manche Menschen schaffen es nicht anderen ihre Meinung ins Gesicht zu sagen (ich leider viel zu oft, was auch nicht unbedingt vorteilhaft ist), das kann ich ja bis zu einem gewissen Maße verstehen. Doch diese Person hat nicht nur mich hinters Licht geführt. Diese Person hat sich in einen Freundeskreis geschlichen und sämtliche Personen schlecht gemacht. Sie hat es geschafft, jedem einzureden, dass jeweils die andere Freundin schlecht, faul und dumm sei. Sie hat es geschafft, das wir uns anfingen zu hassen - doch sie immer liebten. Es gab nie de Zeitpunkt, an dem wir an irgendetwas zweifelten, was sie sagte - jede dachte, dass sie einen selbst am liebsten hat. Ich spreche hier nicht nur von kleinen Zickereien wie: "Die blöde Kuh, die hat mir Latein nicht geschickt!", sondern von Geschichten, die von Bulimie bis psychische Probleme reichten. Und wir gingen nicht nur alle auf den Leim, wir hörten zu, fanden, dass sie nicht ganz Unrecht hat und machten mit. Ich hasse nicht nur diese Person, auch wenn ich allen Grund dazu hätte, ich hasse auch mich irgendwie. Ich kann nicht verstehen, wie ich so blind sein konnte und wie ich mich zu so schrecklichen Lästereien hinreißen ließ. Es beruhigt mich allerdings ein klein wenig, dass ich sozusagen mein Leiden schon abgearbeitet habe: Ich habe, wie jede von uns, mit mir zu kämpfen gehabt, wenn sie uns nicht die nötige Aufmerksamkeit gegeben hat. Lächerlich, ich weiß, aber jede hat wirklich gelitten. Durch Zufall kam alles raus. Ich weiß nicht, ob ich froh sein soll, denn das ganze tat und tut immer noch weh. Aber wenigstens vertraue ich jetzt nicht mehr einer Person, die mich so hinters Licht geführt hat. "Nichts tut für immer weh", so wie im Popsong.

Musiktipp: Arctic Monkeys - Do I Wanna Know? Sooooo gut.

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